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Meine Checkliste zur Einschulung | Diese Dinge benötigst du

Ich bin immer noch so glücklich, dass mit dem Schulwechselantrag alles geklappt hat und mein Sohn auf unserer Wunschschule angenommen wurde. Mit dem Elternbrief, den ich ließ und mir förmlich ein Stein vom Herzen fiel, bekamen wir nicht nur die Informationen zum Einschulungstag, sondern auch die ausführliche Materialliste für das erste Schuljahr. Ich sag dir, ich war einfach so erleichtert, dass ich mir – sonst wäre ich nicht ich – sofort eine Liste schrieb. Ich weiß noch genau wo ich saß und worauf ich meine Liste schrieb; ich saß am Eckfenster eines Cafés bei uns im Schmargendorfer Kiez, trank einen Hafer Latte Macchiatto, nahm den Umschlag eines Kontoauszuges und fing mit dem Titel „ABC“ an. Ich hielt den Titel allgemein, denn auch Inhalte wie zeitlicher Ablauf, Gäste, Menüplanung, etc. wollte ich notieren.

Materialien ideal als Schultüten-Füllung

Fangen wir mal mit dem einfachsten Schritt an: Ich habe die Materialliste gesehen und bin diese mit meinem Sohn gemeinsam durchgegangen. Anhand des Gesprächs haben wir die Liste noch etwas ergänzt bzw. konkretisiert. Mir war es sehr wichtig, dass er sich u.a. Farben und Formen mit aussucht, denn er soll ja schließlich Spaß an der Schule und Spaß an der Verwendung der Dinge haben.

Ich bin kein Fan davon die Schultüte mit vielen Süßigkeiten oder Spielsachen zu füllen, viel mehr habe ich einen ausgewählten Teil der Liste mit in die Schultüte gelegt. Meine Top 60 kreativen Ideen findest du in meiner Schultüten-Sammlung.

Auf der Materialliste unserer Klasse standen natürlich Hefter-Farben für die unterschiedlichen Fächer, erwartete Gegenstände wie Bleistifte und natürlich auch Schulranzen und andere Notwendigkeiten. Hier mal ein Überblick:

Aufregung, Ablauf und Ausdauer

In Berlin finden die Einschulungen am ersten Samstag des Schuljahres statt. Ich persönlich finde das mehr als passend, denn es hat nicht nur den Vorteil, dass die Verwandtschaft auch an der Zeremonie teilnehmen kann, auch das Schulkind hat noch einmal einen Tag Pause ehe der Alltag losgeht. Unsere Verwandtschaft kommt aus dem hohen Norden, reiste bereits am Freitagabend an, zelebrierte mit uns und fuhr am Sonntagvormittag wieder. Insgesamt habe ich mit 15 Personen gerechnet – das ist der engste Familienkreis und inkludiert nur eigene Eltern, Geschwister und „Anhang“ ((angeheiratete) Partner).

  • Großeltern (1,2,3,4,5)
  • Tanten und Onkel (1,2,3,4,5)
  • Cousinen (1,2)
  • Direkte Familie und Schulkind (1,2,3,4)
Meine Geschwister (links jüngerer Bruder, rechts jüngere Schwester)

Der Einschulungstag:

07:15 Uhr: ich glaube mein Sohn war ordentlich nervös und schrieb deshalb kurz nach sieben bereits fleißig kleine Briefe und malte Bilder an seinem Schreibtisch. Meine Vermutung war ja, dass er dort schon etwas länger saß.

08:15 Uhr: Während ich natürlich den Tisch für das Familien-Frühstück bereits deckte, machte sich mein Sohn auf den Weg unter die Dusche. Seine Klamotten hatte ich bereits am Vorabend zurechtgelegt, sodass wir das Einschulungs-Outfit schnell beisammen hatten und nicht erst hektisch suchen mussten.

Sein Einschulungs-Outfit für den heißen Sommertag

10:05 Uhr: Während ich mit dem Auto schnell zum Haus von unseren Freunden fuhr (dort haben wir im Garten mit unseren Familien gemeinsam gefeiert), machte sich der Rest der Familie auf den Weg zur Schule. Ich hatte am Vorabend die Ninjago-Einschulungs-Torten fertiggestellt und musste diese nur noch abliefern. Es war laut Einladung der Schule ratsam mindestens eine halbe Stunde eher in der Aula zu sein, damit die ältere Generation auch einen geeigneten Sitzplatz bekam und nicht stehen musste. Meine Güte war ich nervös, das sage ich dir.

ninjago einschulungstorte schule back2school

11:00 Uhr: Aufgrund der neuen DSGVO dürfen bei solchen einzigartigen Ereignissen leider keine Fotos mehr gemacht werden. Das ist wirklich sehr schade. Umso schöner war der süße, aufgeregte Blick meines Sohnes als er von der Bühne trat und gemeinsam mit seinen neuen Klassenkameraden durch den Gang der Aula Schultüten-haltend seinen neuen Lehrerinnen folgte. Urplötzlich war es wie im Jahr 2015 als er im Februar plötzlich nicht mehr der kleine, sondern der große Bruder war. Wie kann ein kleiner Mensch sich nur so schnell entwickeln? Auf der Bühne war er noch mein kleiner Held und plötzlich lief er mit seinem Ranzen und seiner Schultüte ganz groß und stolz an mir vorbei.

13:15 Uhr: Die Zeremonie zog sich etwas, denn es wurden vier Klassen aus unterschiedlichen Zügen eingeschult, während wir also praktisch 45 Minuten am Stück applaudierten und mir förmlich die Handflächen schmerzten, wurden wir nach ca. 1 Stunde „entlassen“. Gemeinsam marschierten wir zum Klassenzimmer um dort die Lehrerinnen kurz und den Sitzplatz und -nachbarn kennen zulernen. Vor dem Pavillon haben wir auch noch schöne Fotos gemacht und den anderen bekannten Kindern gratuliert ehe wir uns auf den Weg in den Garten machten.

15:00 Uhr: Wir haben im Garten unserer Nachbarn so eine schöne, lange Tafel aufgebaut, ein Buffet angerichtet, die Kaffeemaschine (also den Vollautomaten) angeschlossen und die Torten angeschnitten. Es war wirklich einfach total harmonisch, nett und das Wetter hat bis auf eine kurze Sequenz (Regen) auch gestimmt. Auf unserem Buffet konnte man folgendes finden:

  • zwei Ninjago-Torten
  • eine Erdbeertorte
  • ein Bienenstichkuchen
  • IKEA Hotdogs
  • IKEA Ketchup
  • IKEA Hotdog Sauce
  • IKEA Brötchen
  • Toaster
  • IKEA Senf
  • Kaffeemaschine
  • Milch
  • Salzgebäck

17:45 Uhr: Tatsächlich war leider einer meiner Nichten etwas kränklich, sodass sie bereits nach kurzer Zeit die Feier verlassen musste. Wir waren aber auch schnell erschöpft vom Tag und entschieden uns noch für einen spontanen Besuch auf das Kiez-Sommerfest hier in Schmargendorf. Das war genau das Richtige für unsere Mäuse, denn dort durften sie ordentlich toben, laufen, rennen und Dampf ablassen. Man darf gar nicht unterschätzen, wie anstrengend solch ein Tag für die Kids ist.

19:50 Uhr: Ich weiß noch genau, wie mein Sohn mich umarmte, so fest wie schon lange nicht mehr. Es war ein tolles Gefühl, er suchte nach Halt, Vertrautheit und Sicherheit. Er bedankte sich für den Tag, bedankte sich für die tollen Geschenke in seiner Schultüte und freute sich richtig auf die Schule. Er sagte mir noch, dass er sich so richtig auf den Unterricht freut und einfach müde ist. Ich war innerlich beruhigt, aber sicherlich genauso aufgeregt wie er, blieb aber cool.

Für mich ging ein wirklich stressiger Tag zu Ende. Ein Tag, der die Veränderung unseres Familienalltags bedeutete. Ab jetzt gibt es kein „gegen acht aus dem Haus gehen und zur Kita schlendern“, nein, ab heute heißt es pünktlich am Treffpunkt zu erscheinen um gemeinsam in den Tag zu starten. Mein Tipp übrigens: wir sind den Schulweg in den Ferien mehrfach abgegangen um genau zu wissen, wie viel Zeit wir für den Weg einplanen mussten. Das hat wirklich geholfen.

julia mama schreibt ne liste

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