Veröffentlicht in mama schreibt ne liste

Ich arbeite, lebe und liebe Zuhause – Die Tücken des Homeoffice-Jobs

Für viele ist es merkwürdig, wenn Sie das Wort Homeoffice hören. Die meisten schrecken davor zurück, weil sie sich nicht vorstellen können so diszipliniert zu sein um Privates und Berufliches strikt zu trennen. Ich muss dir sagen, mir ging das anfangs ähnlich. Die Waschmaschine gibt ihren Signalton ab und deutet darauf, dass die Wäsche fertig gewaschen ist. Ich stecke aber mitten in der Formulierung einer E-Mail, stehe ich jetzt auf und hänge die Wäsche auf? Bleibe ich sitzen und schreibe die E-Mail zu Ende? Das sind genau die Dinge, die man sich im Vorfeld genau überlegen muss. Ich habe eine kleine Liste zusammengestellt, die die Vorteile des Homeoffice Jobs beinhalten, aber auch die Herausforderung aufzeigen.

Na, das denkst du? Habe ich noch Inhalte vergessen? Wir du weißt, arbeite ich nun seit über 4 Jahren im Homeoffice und kann nur sagen, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war. Ich stehe morgens auf, dusche mich und trinke meinen Kaffee. Ob ich mich nun schminke oder nicht das interessiert keinen. Ob ich eine Jogginghose trage oder ein Business Outfit, das interessiert keinen. Ob ich um 10 Uhr kreativ bin und das Projekt beende oder um 22 Uhr, das interessiert keinen. Vorausgesetzt man liefert ab, ist zuverlässig und hat das Vertrauen vom Chef.

Ich glaube, dass viele Unternehmen sich daran ein Beispiel nehmen sollten. Denn es ist nicht nur statistisch bewiesen, dass Homeoffice-Mitarbeiter mehr arbeiten – sie sind auch einfach effizienter. Natürlich hat es auch mit der eigenen Disziplin der jeweiligen Person zu tun, ganz klar, aber in meinem Fall kann ich berufliches und privates sehr gut trennen. Zurück zu der Anfangsfrage, ob ich die Wäsche aufhänge, wenn die Waschmaschine klingelt oder nicht; ich schreibe meine E-mail zuende, hänge die Wäsche auf und mache weiter. Es kann sein, dass mir Wäsche haben die dringend gewaschen werden muss z.b. hat ein Kind nachts eingepinkelt und das Laken muss gewaschen werden. Das hat für mich Priorität. Würde ich also in einem Büro arbeiten, müsste ich die Waschmaschine ganz früh morgens oder sogar nachts anstellen, damit ich das Laken rechtzeitig aufhängen kann. So mache ich es in Ausnahmen auch in der Arbeitszeit. Aber die Waschmaschine piept durchaus auch mal 20 Mal, denn wenn ich in einem Call bin, bin ich in einem Call und mache nicht parallel die Wäsche.

Manchmal muss ich aber sagen, dass es einsam wird. Ich bekomme den Flurfunk nicht mit. Aber auf der anderen Seite telefoniere ich täglich mit meinem Team, manchmal auch mehrfach, sodass ich mich nicht ausgeschlossen oder nicht gesehen fühle.

Schwierig wird es, wenn um 16 Uhr die Kinder Zuhause sind und man sich eigentlich in der privaten Zeit befindet, aber ein Anruf oder eine dringend zu klärende Mail kommt, ja gut, dann muss ich halt kurz den Privatmodus pausieren. Allerdings reagieren die meisten am Telefon, wenn sie z.B. Kinder im Hintergrund hören, super gelassen. Auch wenn die Kinder mal krank werden, ist das auch Teil des Lebens, ich kommuniziere das Anliegen zu Beginn offen und transparent und schon weiß mein Gegwnüber Bescheid und wir können das Problem schnell und effizient lösen. Natürlich arbeite ich nicht meine vollen Stunden, wenn mein Kind krank ist. Ich muss das von der Krankheit, vom Kind und der Situation abhängig machen. Was ich aber damit sagen möchte, klar, ist man dazu verleitet auch in seiner Freizeit zu arbeiten, das macht man auch ganz unabsichtlich wenn einem noch was Spannendes oder kreatives abends zB einfällt, aber man muss einfach offen kommunizieren. Ich arbeite von dann und dann bis dann und bin ab dann wieder erreichbar oder nicht. Dann weiß jeder Bescheid und es kommt zu keinen Missverständnissen.

Sag mal, arbeitest du im Homeoffice oder im Büro mit Homeoffice-Option? Wie stehst du zu dem Thema? Verrate es mir doch gerne 🙂

Deine